"Es ist, als würde ich die Welt anhalten"

In meiner Kunst halte ich Momente fest, über die ich stolpere oder staune. Ich nehme sie unter die Lupe, beschäftige mich mit ihnen und erkunde sie auf der Leinwand.
Dabei arbeite ich intuitiv und konzeptionell zugleich. Mein Körper ist ein wesentlicher Teil des künstlerischen Prozesses. Ich male mit meinen Händen und Füßen, arbeite mit Bewegung, Farbe und Material.
Über die Künstlerin
Anna Cairoli ist eine bildende Künstlerin, deren Arbeiten sich zwischen abstrakter Malerei, Collage und konzeptuell-performativen Ansätzen bewegen.
Aufgewachsen zwischen Kolumbien, Italien und Deutschland, prägen Fragen von Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit ihre künstlerische Auseinandersetzung. Dabei interessiert sie besonders, wie persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Prägungen unser Selbstverständnis formen und verändern.
Cairoli studierte Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen. Ihre Ausstellungspraxis umfasst regelmäßig partizipative Elemente, durch die individuelle Perspektiven und kollektive Erfahrungen miteinander in Beziehung treten. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in München, Wolfratshausen, Engen und Cali (Kolumbien) ausgestellt. Sie lebt und arbeitet in Engen, Baden-Württemberg.
So entstehen Spuren, die sowohl Ausdruck meiner Auseinandersetzung als auch Teil eines Prozesses sind, dessen Ergebnis ich nicht vollständig kontrolliere.
Immer wieder begegnen mir dabei Fragen nach Identität, Erinnerung, Zugehörigkeit und dem menschlichen Sein.
Meine Arbeiten sind Einladungen zur Resonanz. Vielleicht halten sie für einen Augenblick auch die Welt der Betrachtenden an.